Sitting Bulls holen sich den Meistertitel zurück

Die Sitting Bulls sind wieder regierender österreichischer Meister. Im Final Four am 20. April 2013 in der Sportwelt Nö beendeten die Niederösterreicher die Saison ungeschlagen und setzten sich gegen Hobit Brno im Finale souverän mit 74:35 durch.

Zuvor siegten die Bulls im Halbfinale gegen die Flink Stones 57:37, Brünn kam über einen Sieg gegen den RSV Salzburg mit 60:45 ins Finale. Im Spiel um Platz 3 hatten die Flink Stones gegen den RSV Salzburg (45:38) das bessere Ende für sich.

Erstmals wurde auch ein All-Star-Team der Saison ausgezeichnet, in das Ondra Pliska von den Sitting Bulls neben Frantisek Sindelar (Hobit Brno), Felix Karl und Christian Scherling (beide RSV Basket Salzburg 2) und Markus Theissl (Flink Stones) gewählt wurde. Topscorer der Saison wurde ebenfalls Ondra Pliska. Wir gratulieren dazu recht herzlich!

Halbfinale 1: Interwetten/Coloplast Sitting Bulls – Flink Stones 57:37 (37:12)

Pliska eröffnete das erste Halbfinale bereits in der ersten Minute mit zwei Punkten für die Sitting Bulls, die Flink Stones mussten bis zur 6. Spielminute auf ihre ersten Zähler warten. Danach kam der Express der Niederösterreicher so richtig ins Rollen, Riedl, Pliska und Wastian schraubten den Vorsprung auf 22:4 nach dem ersten Spielabschnitt. Trainer Zankl, der zum ersten Mal wieder auf Hanisch nach langer Pause setzen konnte, verordnete zeitweise ein Fullcourt-Press, mit dem die Steirer phasenweise überhaupt nicht zurechtkamen.

Mit 37:12 war bereits zur Halbzeit eine kleine Vorentscheidung gefallen. Ganz anders das Bild nach Wiederanpfiff: Die Flink Stones fingen sich, konnten das Spiel ausgeglichen gestalten und erzwangen, dass die Sitting Bulls fünf Minuten keine Punkte erzielen konnten. Auch das Pressing der Titelanwärter zeigte nicht die nötige Effizienz wie vor der Pause, alles in allem war aber doch der Sieg der Bulls nie in Gefahr und der erste Finalist stand somit fest.

Halbfinale 2: Hobit Brno – RSV Basket Salzburg 60:45 (30:21)

Das zweite Halbfinale versprach spannender zu werden, zumal es in der Saisonbilanz nicht ganz so eindeutig zwischen den Kontrahenten ablief. Während jedoch Brünn ihre Stärke von Beginn an zeigte und trotz einiger vergebener Freiwürfe die ersten 11 Punkte des Spieles en Suite erzielten, kamen die Salzburger nur mit Mühe ins Spiel, die Anzeigetafel zeigte erst in Minute 7 durch einen verwandelten Freiwurf von Goldgruber den ersten Punkt für die Mozartstädter. Im zweiten Viertel kämpften sich die Salzburger Punkt um Punkt heran, spätestens beim 20:17 Mitte des Spielabschnittes legten die tschechischen Vertreter wieder einen Zahn zu und vergrößerten vor allem durch Pohlmann den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 30:21.

Das gleiche Bild auch nach der Halbzeit: Brünn ließ einige gute Chancen aus, konnten auch die zugesprochenen Freiwürfe nicht verwerten – zudem kassierte Pohlmann früh sein viertes Foul und wurde ausgewechselt. Die Mannen um Felix Karl nutzten zwischenzeitlich die Schwächephase der Tschechen und erzielten das 32:29, ehe sich die Brünner wieder fingen und den Druck erhöhten – 46:37 lautete der Stand vor dem letzten Viertel. Die Brünner ließen jedoch im Schlussabschnitt nichts anbrennen, holten sich verdient den 60:45 Sieg und komplettierten damit das Finale der beiden besten Teams der laufenden Saison.

Spiel um Platz 3: Flink Stones – RSV Basket Salzburg 45:38 (18:14)

Nachdem Brünn im Finale stand, im laufenden Ligabetrieb teilnahm aber lt. Ausschreibung nicht österr. Meister werden konnte, ging es im Spiel um Platz 3 eigentlich um die „Silberne“ in der Staatsmeisterschaft. Zunächst sah es aber gar nicht nach einem Spiel um eine Medaille aus. Beide Teams hatten ihr Wurfglück offensichtlich in der Kabine vergessen, nach 4:3 in der fünften Minute endete das erste Viertel mit einem knappen 8:7 Vorsprung für den RSV Basket Salzburg 2. Auch der Score im zweiten Spielabschnitt ließ eher ein Handballergebnis vermuten – 18:14 zugunsten der Flink Stones, damit schien das Spiel noch lange nicht entschieden.

Nach der Pause hatten zumindest die Steirer wieder annähernd zu ihren alten Tugenden gefunden, Theissl kam immer wieder in der Zone frei zum Wurf und Salzburg lief wieder einem 8-Punkte Rückstand 10 Minuten vor Ende des Spiels hinterher. Zwei verwertete Freiwürfe von Allmann, zudem Punkte von Klee, Goldgruber und Karl ließen die Salzburger auf 2 Punkte herankommen und wieder auf einen Sieg hoffen. Die Hoffnung währte aber nur kurz, die Flink Stones konnten dem Aufbäumen der Salzburger die nötige Gegenwehr bieten und durch Grundner wieder einen 7-Punkte Vorsprung herstellen, der bis zum Ende verteidigt wurde.

Für die Flink Stones, die sich im unteren Playoff erst das letzte Ticket für die Finals geholt hatten, ein versöhnlicher Saisonabschluss. Die Salzburger hingegen mussten nach der Silbermedaille im Jahr 2011 die zweite Niederlage im Spiel um Platz 3 der österr. Meisterschaft in Folge einstecken.

Finale: Interwetten/Coloplast Sitting Bulls – Hobit Brno 74:35 (29:15)

Die Sitting Bulls nach einer durchwachsenen letzten Saison wieder vor allem durch Pliska und den Rückkehrer und Punktegaranten Wastian zu alten Stärken zurückgefunden, standen dem Ligagewinner der letzten Saison gegenüber – Hobit Brno. Pliska eröffnete sein Punktekonto mit sechs Zählern in Folge für die Bulls, Brünn erwiderte dieses durch Zemanek ebenfalls mit 3 erfolgreichen Feldkörben. Die Niederösterreicher hatten ja beide Spiele der laufenden Saison für sich entscheiden können und auch in diesem Match machten sie keine Anzeichen, dieses verlieren zu wollen. 18:10 nach dem ersten Viertel ließ ein weiteres munteres Spiel erwarten.

Die Zuschauer bekamen jedoch im zweiten Spielabschnitt teilweise Schlafwagenbasketball geboten, für die Sitting Bulls gab es über vier Minuten keine Punkte. Erst zur Pause hin waren die Bullen durch einen hervorragend aufspielenden Ondra Pliska auf Wiedergutmachung aus und erhöhten auf 29:15. Spätestens in Minute 25 nach zwei verwerteten Freiwürfen durch Ritter vermochte keiner mehr an einem Sieg der Sitting Bulls zweifeln. Und genauso kam es auch: Der Serienmeister nach der Jahrtausendwende wurde seinem Ruf gerecht und zeigte gerade in dieser Phase Rollstuhlbasketball vom Feinsten. Der Sieg mit 74:35 fiel mehr als eindeutig aus – der 9. Meistertitel in der Vereinsgeschichte der Niederösterreicher war somit perfekt.

Endergebnis Meisterschaft

1. Sitting Bulls
2. Hobit Brno
3. Flink Stones
4. RSV Basket Salzburg 2
5. Carinthian Broncos
6. ABSV LoFric Dolphins Wien

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